Ausflugsziele Reifland und Umgebung


Kursächsische Ganzmeilensäule

(1723)

  kurz vor Ortseingang Reifland aus Richtung Lengefeld


Pestsäule mit Peststein

Die Pestsäule liegt auf einer Anhöhe zwischen Reifland und Lippersdorf
Die Pestsäule liegt auf einer Anhöhe zwischen Reifland und Lippersdorf

Fotos: Gunter Tutzschky


Öl- und Mahlmühle

Diese Mühle ist eine Station auf der Mühlentour entlang der Silberstraße. Sie wurde 1550 erbaut, brannte während des Dreißigjährigen Krieges ab und wechselte 1907 in den Besitz der Famile Braun. Hier stellte man bis 1970 Leinöl her. Das Wasser zum Antrieb des mit einem Durchmesser von 6.25 Meter sehr großen Wasserrades wird aus dem Dorfbach mittels eines langen Wassergrabens in einen Stauteich geleitet und dann mit einer Wasserrinne dem Rad zugeführt. Mit seinen 6 PS treibt es noch viel erhaltenes Inventar an. Hier kann man zum Beispiel noch das Stampfwerk oder die Schälmaschine in Aktion bewundern, für technikbegeisterte gibt es eine gut erhaltene Transmission. Des weiteren kann man eine Hydraulikpresse besichtigen oder auf den Mehlboden steigen, um von oben einen Blick auf das Wasserrad zu werfen, oder alte Vorrichtungen für Mehlsäcke anzusehen. Es ist auch noch ein alter Backofen erhalten geblieben.


Museum Kalkwerk

Bereits 1528 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung des Abbaus von Kalkstein bei Lengefeld. Im Jahre 1818 wurde schließlich der erste Kalkbrennofen erreichtet. Anfangs wurden die Öfen mit Torf und Holzkohle befeuert, nach Umbauten - und Neubauten - später dann auch mit Kohle. Um ganzjährig Kalk abbauen zu können, begann man 1925 mit dem Untertagebetrieb. Das technische Denkmal, wie man es heute besichtigen kann, wurde 1986 eröffnet. Während des Zweiten Weltkrieges wurden Kunstschätze der Dresdner Sammlungen in den Stollen und Gängen eingelagert. Darunter befanden sich Gemälde der "Alten Meister" aus der Albrechtsburg Meißen und Kisten mit wertvollem Porzellan. Nach Ende des Krieges wurden die Schätze durch russische Beauftragte wieder ausgelagert.

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des Museums

Kalkwerk Lengefeld


Herders Burg Rauenstein

Vermutlich schon um 1200 wurde die Burg Rauenstein (Ruwenstein) gegründet - erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1323. Sie liegt auf einer Höhenlage von ca. 420 Metern im Flöhatal. Errichtet wurde sie einst zum Schutz der hier vorbeiführenden Handelsstraße. Zu Beginn besaßen die Herren von Schellenberg die Anlage. Später gehörte das Schloss den Herren von Riesenburg, dem Markgraf Wilhelm I. von Meißen, den Herren von Waldenburg, Hans von Güntherode, Kurfürst August, Christoph von Römer und vielen anderen. Nach 1949 bis 1998 wurde ein Kindererholungsheim eingerichtet. Heute befindet sich das Schloss in privater Hand der Familie von Herder, welche die letzten Besitzer der Burg waren. Von Lengefeld kommend führt eine Straße bis heran, per sehr engem ca. 40 Meter langem Tunnel unter den Gemäuern hindurch und ins Flöhatal. Dort lässt es sich außerdem angenehm wandern. Wer dann noch Lust auf mehr Natur verspürt, kann von da aus den Berg auf einer sich in Serpentinen windenden Straße hinauf bis fast nach Reifland fahren und dort zur Saidenbachtalsperre wandern.


Museum Ölmühle

Die historische Wassermühle stammt aus dem Jahre 1783 und ist als einzige von ehemals sechzehn Mühlen im Tal der Pockau nahe der Flöhamündung im Ursprungszustand erhalten geblieben. Schon vor über 300 Jahren wurde in und um Pockau Leinöl hergestellt. Im technischen Museum Ölmühle kann der Besucher anhand von funktionstüchtiger Technik erfahren, wie zu unterschiedlichen Zeiten Öl gewonnen wurde. Ein 3.80 Meter im Durchmesser großes Wasserrad treibt eine Daumenwelle an, welche wiederum die Stampfer über den Trögen mit den Ölsamen anhebt.



Talsperre Neunzehnhain I

Im Bornwald zwischen den Orten Börnichen, Krumhermersdorf, Großolbersdorf, Wünschendorf und der B101 gelegen findet der Wanderer zwei Talsperren: Neunzehnhain I (Untere oder Kleine Talsperre) und Neunzehnhain II (Obere oder Große Talsperre). Erstere wurde von 1905 bis 1908 aus Bruchstein erbaut und staut den Lautenbach. Sie dient der Trinkwassergewinnung und ist durch ein System von Gräben, Stollen und Rohrleitungen mit den Talsperren Neunzehnhain II, Saidenbach und Einsiedel verbunden. Ein Rundwanderweg ermöglicht es, die Sperre zu umwandern. Die Staumauer darf man aber nicht betreten. Wegen der Nutzung zur Trinkwasser- gewinnung gilt das auch für den Uferbereich. Am Zufluss findet sich eine "Wasserkreuzung" - das heißt, ein Bach überquert den anderen mittels einer Brücke. Unweit der Staumauer kann man im Wald ein alter Kalkturm anschauen. Ebenfalls ein romantischer Anblick ist der Pegelturm am schmalen Ende, fast könnte man meinen, er wäre ein Märchenschloss.


Talsperre Neunzehnhain II

Neunzehnhain II (Obere Talsperre), letztere wurde von 1911 bis 1914 aus Bruchsteinen erbaut. Sie dient der Trinkwassergewinnung und ist durch ein System von Gräben, Stollen und Rohrleitungen mit den Talsperren Neunzehnhain I, Saidenbach und Einsiedel verbunden. Die Sperre liegt mitten im Wald. Daher sollte man ein wenig Zeit einplanen, will man dahin gelangen. Gut ausgebaute Wanderwege laden auch zum Radfahren ein. Seit der Sanierung im Jahr 2000 darf auch die Staumauer überquert werden. Wegen der Nutzung zur Trinkwassergewinnung kann man allerdings den Uferbereich nicht betreten, er wird durch einen Zaun abgegrenzt. Unweit von hier befindet sich der "Weiße Ofen" - ein altes Kalkbergwerk.