Zu Dr. Theo Lehmann/Eberhard Heisse

Dr. Theo Lehmann (Chemnitz) und Eberhardt Heisse (Marienberg) waren die meist bekanntesten Jugendpfarrer in der DDR und über die Wende hinaus. Sie waren damit auch ein Dorn der Stasi, unzählige Berichte und Akten wurden über Beide angelegt. Heisses Tochter und Sohn wurden in den Inhaftierungslagern eingesperrt. Nach 25 Jahren Deutsche Einheit wollen wir auf dieser Internetseite an Beide erinnern. Wärend Heisse seinen Ruhestand in Sonneberg geniest, wurde Dr. Theo Lehmann 2010 in den Ruhestand verabschiedet, ist aber weiter noch als Evangilist tätig.


Über Dr. Theo Lehmann

Der Blues- und Gospelexperte, Buchautor, Texter, Pfarrer und Evangelist Dr. Theo Lehmann wurde 1934 als drittes Kind von Indien-Missionaren in Dresden geboren. Der Pfarrer der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens war 22 Jahre als Jugendevangelist unterwegs. Inzwischen hat es sich herumgesprochen: Wenn Theo Lehmann predigt, ist nichts mehr drin mit Einschlafen. Man merkt es den Predigten und Liedtexten des bekanntesten Predigers der neuen Bundesländer an: Er ist ein Meister des Wortes. Keine Pointe ist zufällig, jede Formulierung sorgfältig gewählt, jeder Text ausgefeilt und perfekt ausgebaut. Dieses Spiel mit der Sprache, die Ausnutzung ihrer vielfältigen Möglichkeiten ist nicht Selbstzweck. Immer geht es Lehmann darum, zum christlichen Glauben zu rufen, den Glauben zu stärken oder Christen aus der Bequemlichkeit wachzurütteln. "Bibelfest und wortgewaltig wie Spurgeon, treu wie Jonathan, spröde wie Johannes der Täufer, zu den Angeschlagenen liebevoll wie eine Mutter, zu theologischen Überfliegern und Angebern bissig wie ein Wachhund, akkurat wie eine Oberschwester, gegenüber gottlosen Selbstgöttern absolut respektlos, humorvoll bis satirisch wie ein Kabarettist" - so wird Lehmann von einem Freund charakterisiert.

Quelle: Envangelisations-Team


Über Eberhard Heisse

Unbequeme Zeitgenossen sind Menschen, die gegen den Strom schwimmen. Zu ihnen gehört zweifelsfrei ein Mann aus dem deutschen Erzgebirge. Eine Kämpfernatur, wie sie im Buche steht: Eberhard Heiße. Als Hitlerjunge fasziniert ihn der Traum vom Tausendjährigen Reich. Ein winziges Samenkorn treibt ihn um und lässt ihn nach dem Woher allen Lebens forschen. Mitten im Fragen und Suchen zieht es den Gärtnerlehrling zu den Zeugen Jehovas. Im langen und zähen Ringen um Beruf und Berufung kommt er schon als junger Diakonenschüler mit dem Machtapparat in der DDR in Berührung, erlebt den sozialistischen Psychokrieg gegen die christliche Jugendarbeit und den blutig niedergeschlagenen Volksaufstand am 17. Juni 1953 in Berlin. Im aufopferungsvollen Dienst für junge Christen und in seiner Familie erfährt Heiße bis 1989 die ganze Härte des SED-Unrechtsstaates. Zwei seiner fünf Kinder werden inhaftiert. Hauptamtliche und inoffizielle Spitzel schreiben über ihn mehr als 4.000 Blätter Stasi-Akten. Trotz massiver Anfeindungen hält er an seiner großen Hoffnung auf die Ewigkeit im Gelobten Land fest. Die im O-Ton verfasste Lebensgeschichte taucht den Leser in ein Wechselbad der Gefühle. Sie bringt Augen zum Weinen und zum Lachen.

Quelle: Lichtzeichenverlag