Afghanistan - Bestürzung und Trauer über getötete Soldaten
Berlin (ots): Im Norden Afghanistans sind am Samstag zwei Soldaten der Bundeswehr einem Sprengstoffanschlag zum Opfer gefallen.Vier weitere Soldaten wurden verwundet, unter ihnen der deutsche ISAF-Kommandeur in Nordafghanistan, General Markus Kneip. Dazu erklärt der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ernst-Reinhard Beck: "Mit Bestürzung und Fassungslosigkeit haben wir vernommen, dass bei einem Selbstmordattentat in Afghanistan erneut deutsche Soldaten ums Leben gekommen sind. Wir verurteilen den tödlichen Anschlag auf das Schärfste. Wir trauern um die gefallenen Soldaten, die im Einsatz für Frieden und Demokratie ihr Leben gelassen haben. Mit unseren Gedanken sind wir bei den Angehörigen der Opfer. Den verwundeten Soldaten wünschen wir eine rasche und vollständige Genesung. Erst in der vergangenen Woche ist ein Hauptmann bei einem Anschlag in Afghanistan getötet worden.
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WAZ - Ein 33 jähriger Soldat ist gestern dieser Mischung von Zufall und Hinterlist in Afghanistan zum Opfer gefallen
(25.05.2011)
Essen (ots): Zum Krieg in Afghanistan gehört, dass es keine Gewissheiten gibt, nie gab. Jeder Meldung über Geländegewinne fährt früher oder später die grausame Wirklichkeit in die Parade. Ein 33 Jahre alter Soldat ist gestern dieser Mischung von Zufall und Hinterlist zum Opfer gefallen. Es ist der erste Gefallene in der Amtszeit des neuen Verteidigungsministers. Und wieder stellt sich die Frage nach dem Sinn des Einsatzes. Wieder sind Regierung und Parlament gefordert, Rechenschaft darüber abzulegen, warum deutsche Soldaten in Afghanistan töten und getötet werden. Eine Aufgabe, die mehr verlangt, als aus parteitaktischem Kalkül einem Truppenabzug das Wort zu reden, der so bald nicht kommen wird. Nicht kommen kann, will man das bisher Erreichte nicht aufs Spiel setzen. Der vor allem vom Außenminister erzeugte Eindruck, mit dem Schießen und Sterben am Hindukusch könne es bald ein Ende haben, jedenfalls für die Bundeswehr, erweist sich zunehmend als trügerisch. Und er wird dem Schmerz über den Verlust von Kameraden und Freunden und der damit verbundenen Hilflosigkeit der Angehörigen nicht ansatzweise gerecht.
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Leipziger Chor vertont Afghanistan-Berichte - Gesang vom "Schlachtfeld der Seele"
(08.05.2011)
Leipzig: Was Bundeswehrsoldaten von ihrem Einsatz in Afghanistan zu berichten haben, wird von der Gesellschaft nur selten wahrgenommen, das berichtet "tagesschau.de". Eine Aufführung in Leipzig soll das ändern. Der Chor des Gewandhauses bringt unter dem Titel "Schlachtfeld der Seele" Erinnerungen und Gefühle der Soldaten zu Gehör - Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit von Musikern und Soldaten. Die Bundeswehr-Heimkehrer aus Konfliktgebieten offenbarten für das Projekt ihr Inneres. Dabei entstanden Kompositionen wie: "Dialog mit dem Tod", oder: "Der Schrei des Kindes".
Zum vollständigen Beitrag und Video hier.
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Neue OZ - Gefängnisausbruch in Afghanistan - Gesprengte Ketten
(25.04.2011)
Osnabrück (ots): Sie seien Herr der Lage, beteuern die internationale Schutztruppe ISAF und die afghanische Regierung in schöner Regelmäßigkeit. Und ebenso oft schaffen es die Taliban, jeden Anflug von Optimismus im Westen sofort wieder zunichtezumachen. Diesmal mit einem Sensationscoup, der dem Hollywood-Klassiker "Gesprengte Ketten" alle Ehre macht: Mehr als 500 Taliban-Kämpfer aus dem Gefängnis von Kandahar zu befreien ist eine Riesenschlappe für Präsident Karsai - eine peinliche dazu. Was hat die Regierung in Kabul überhaupt im Griff? Nichts, außer dem Verschieben von Hilfs- und Drogengeldern nach Dubai und auf Schweizer Bankkonten. Dass nach über zwei Jahrzehnten Krieg und Bürgerkrieg das Land zu den ärmsten der Welt zählt, entschuldigt vieles. Etwa, dass selbst Analphabeten als Lehrer angestellt werden. Aber wie lange sollen NATO und UN noch am Hindukusch stehen, wenn der Großteil der politischen Elite weiterhin nur ein Sinnbild für Raffgier und Inkompetenz abgibt? Es zeichnen sich auch fast zehn Jahre nach Beginn des Afghanistan-Kriegs nur geringe Fortschritte ab, beim Kampf gegen die Taliban ebenso wie beim Staatsaufbau. Es ist zwar richtig, dass der Westen Fehler gemacht hat. Doch die Afghanen müssen begreifen: Sie müssen ihre Zukunft endlich in die Hand nehmen und wenigstens ein Gefängnis schützen können.
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Neue OZ - Abscheuliches Verbrechen des "Kill-Team" erschüttert sie US Armee - Kommentar zu Afghanistan
(24.03.2011)
Osnabrück (ots): Ein abscheuliches Verbrechen erschüttert die US-Armee. Ein "Kill-Team" soll afghanische Zivilisten erschossen, die Leichen geschändet und abgetrennte Finger als Trophäen gesammelt haben. Auch wenn jetzt das US-Militär die Mörder wohl für Jahrzehnte hinter Gitter bringt, nimmt der Ruf der Armee Schaden. Ein Ruf, der durch den Folterskandal von Abu Ghraib ohnehin stark gelitten hat. In den USA dürften bei allem Entsetzen viele noch die Tatsache berücksichtigen, dass bei Hunderttausenden von Soldaten im Kriegseinsatz die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass sich darunter auch Kriminelle und psychisch Kranke befinden. Es wäre ebenso fatal wie völlig falsch, das "Kill-Team" als beispielhaft für das wahre Wesen der US-Armee hinzustellen. Das Gegenteil ist richtig. Dennoch werden die Gegner der ISAF-Truppen und der Regierung in Kabul dieses schändliche Verbrechen einer Einheit propagandistisch ausschlachten. Im Dschihad-Jargon der Taliban klingt das in etwa so: Das Heer christlicher Kreuzritter metzelt unschuldige Zivilisten nieder, weil sie den Islam hassen - also verteidigt die Heimat gegen die Invasoren! Davor haben die USA Angst. Denn US-Präsident Obama weiß, dass er den Krieg am Hindukusch nicht mit Waffen gewinnen kann. Es geht um die Herzen und Köpfe der Afghanen. Wer die für sich erobert, siegt am Ende auf dem Schlachtfeld. Die Schreckensfotos vom "Kill-Team" liefern den Taliban leider viel Munition.
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"tagesschau.de" - Anschlag in einem deutschen Außenposten in Nordafghanistan - Zwei Bundeswehrsoldaten getötet
(18.02.2011)
Provinz Baghlan/Afghanistan: Wie "tagesschau.de" berichtet sind bei einem Anschlag in einem deutschen Außenposten in Nordafghanistan zwei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. Nach dem Tod eines ersten Soldaten erlag ein zweiter Soldat seinen schweren Verletzungen, wie Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Berlin sagte. Mehrere Schwerverletzte seien in kritischem Zustand. Ein Mann in afghanischer Armeeuniform hatte in dem Lager um sich geschossen. Dort hatte der Minister von Mittwoch auf Donnerstag übernachtet, so "tagesschau.de". Es war offenbar ein Afghane, der in dem Außenposten der Bundeswehr in der Provinz Baghlan das Feuer auf die Soldaten eröffnete. Der Provinz-Gouverneur bestätigte dem ARD-Hörfunkstudio Südasien, dass sich das Gefecht im Lager selbst zutrug. Nach Angaben der internationalen Schutztruppe ISAF trug der Angreifer eine Uniform der afghanischen Armee. Noch nicht endgültig geklärt ist aber, ob der Mann tatsächlich Soldat war oder die Uniform anlegte, um unbemerkt und bewaffnet ins Lager gelangen zu können. Ein Sprecher der Taliban bestritt, dass einer ihrer Kämpfer für die tödlichen Schüsse verantwortlich sei. In den vergangenen Monaten waren wiederholt ISAF-Soldaten den Kugeln vermeintlich befreundeter Afghanen zum Opfer gefallen, berichtet "tagesschau.de" weiter.
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